Der schwäbische HimmelWrttemberg war am Beginn des 16. Jahrhunderts ein kleines, armes, abgelegenes und unbedeutendes Land. Durch die Reformation ist es im Sinne des neuen Glaubens umgestaltet und tiefgreifend verndert worden. Es hatte bald eine anerkannt gute Pfarrerschaft und ein europaweit vorbildliches Schulsystem, das so bedeutende Mnner wie etwa Johannes Kepler und Wilhelm Schickhardt hervorbrachte. Die rings von altglubigen Gebieten umgebene evangelische Insel wurde
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Württemberg war am Beginn des 16. Jahrhunderts ein kleines, armes, abgelegenes und unbedeutendes Land. Durch die Reformation ist es im Sinne des neuen Glaubens umgestaltet und tiefgreifend verändert worden. Es hatte bald eine anerkannt gute Pfarrerschaft und ein europaweit vorbildliches Schulsystem, das so bedeutende Männer wie etwa Johannes Kepler und Wilhelm Schickhardt hervorbrachte. Die rings von altgläubigen Gebieten umgebene evangelische Insel wurde in kurzer Zeit zur anerkannten evangelischen Führungsmacht, von der viele reformatorische Impulse ausgegangen sind.
Die Umgestaltung (Alt-)Württembergs hin zu einem evangelischen Musterstaat im Sinne der Reformation wird in diesem Buch Der schwäbische Himmel nachgezeichnet. Seine Beiträge schildern die Zeit vom 15. Jahrhundert bis am Vorabend des 30-jährigen Krieges (1618-1648), berichten über die Reformatoren und die Folgen des neuen Glaubens für das Land und seine Menschen. So hatte Württemberg ein eigenes Glaubensbekenntnis, man zählte die Tage nach einem eigenen Kalender und sieben Mal täglich riefen die Glocken zum Gebet im Himmel auf Erden.
Über den Autor:
Hans-Dieter Frauer, Jahrgang 1943, lebt als freier Publizist in Herrenberg. Er hat mehrere Bücher zur Geschichte Württembergs und seiner Kirche verfasst.